In ihren Kunstwerken beschäftigt sich Anna-Maria Dirrigl mit diversen Aspekten ihres Lebens. Neben der Verarbeitung persönlicher Erfahrungen nutzt sie ihre Kunst als Mittel zum Aktivismus. Wir leben in einer Welt, die unter anderem rassistisch, sexistisch, heteronormativ und ableistisch strukturiert ist. Dadurch verinnerlichen wir Verhaltensweisen, Sprach- und Denkmuster, die damit verbundene soziale Ungerechtigkeiten aufrechterhalten und reproduzieren. Eine bewusste Auseinandersetzung mit diesen Strukturen und unserer eigenen Rolle darin liegt daher in unser aller Verantwortung. Auf vielschichtige Art und Weise setzen sich Anna-Marias Werke mit dieser komplexen Thematik auseinander und reflektieren das Leben der Künstlerin an der Intersektion verschiedener Unterdrückungsformen und Privilegien.

Anna-Maria Dirrigl wurde 1989 in Regensburg geboren. Sie hat zunächst Erziehungswissenschaft (BA) studiert und danach ihren Master in Bildender Kunst und Ästhetischer Erziehung absolviert. Derzeit studiert sie Gender Studies, Intersectionality and Change (Master of Social Science) an der Universität Linköping und arbeitet für die Organisation Queerlig, die sie mitgegründet hat.

Unter dem Pseudonym Anna Nave hat sie zwei Gedichtbände veröffentlicht.